Lilly & Pauline schauen fern... Einleitung
"Guten Morgen," miaue ich in das Zimmer hinein "schon jemand wach?". Mit einem eleganten Satz springe ich auf die Bettkante. Am Bettende nehme ich Platz. Abwechselnd Rechts und Links blickend überlege ich, welchen meiner menschlichen Hausbewohner ich heute morgen mit meiner Energie beglücken soll. Meine Wahl fällt nach wenigen Sekunden - vielleicht waren es auch mehrere Minuten - auf die links liegende Person. Sportlich aber dennoch vorsichtig laufe ich über die Bettdecke bis zur Brust des weiblichen Langschläfers. Vorsichtig lasse ich mich nieder und liege mit meinem Kopf ganz knapp an ihrem. Aber nur fast. Mit ein paar Kopfschüttlern erreichen meine langen Barthaare ihre Nase. Oh, ich bin immer wieder begeistert von dieser Wecktechnik. Freudig erwarte ich das Ergebnis. Es dauerte nur wenige Momente und es erfolgt eine Zuckattacke in Ihrem Gesicht. Langsam öffnen sich die beiden Augenpaare. "Oh Pauline," schnoddert sie, "es ist fünf Uhr morgens und wir haben Sonntag". Ich finde, sie wirkt etwas erregt. Ich rutsche noch ein Stückchen höher, noch näher an ihren Kopf und beginne mit Phase Zwei meines morgendlichen Begrüßungsrituals - ich schnurre.


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